Radlerurlaub in Südtirol 27.09.-02.10.2024

Was gibt es schöneres als zwischen Apfelplantagen und Weinbergen in Südtirol zu radeln?

Wir starteten am Freitag um 6 Uhr in der Früh mit unseren E-Bikes am Heckträger des Autos. Auf der Autobahn war an diesem Freitagmorgen normaler Verkehr, so kamen wir schnell zur Ausfahrt Holzkirchen und schon nur wenige hundert Metern weiter zur Bäckerei Ratschillers wo wir frühstücken wollten. Dort trafen wir doch tatsächlich auch dieses Mal auf zwei befreundete Paare aus der Hallertau. „So ein Zufall“.

Auch die weitere Fahrt nach Südtirol verlief völlig problemlos und sehr gemütlich, da man in Österreich auf der Inntalautobahn bis Innsbruck nur 100 km/h fahren darf. Ab dem Brenner ging es dann schneller bis Bozen und weiter zu unserem Hotel in Andrian.

Unsere Unterkunft: Hotel Garni Andrianer Hof

Schon um 11:45 Uhr kamen wir als die ersten unserer Gruppe an unserem Hotel an. Unsere Zimmer waren dieses Mal schon fertig. So brachten wir gleich unser Gepäck aufs Zimmer, als auch schon Stefan und Resi, zwei unserer Radlerfreunde ankamen. Natürlich zogen wir vier uns dann gleich für eine erste Radtour um.

Da es heute noch warm war, ging es in Sommerradlerkleidung durch die Obstplantagen los zu Kathis Jausenstation.

Nach dem Mittagessen fuhren wir weiter nach Lana. Dort gab es als Nachspeise ein Eis, bevor wir auf dem Etschtalradweg zurück nach Andrian fuhren.

Gitte und unsere Freunde gingen in ihre Hotelzimmer, ich wollte aber noch etwas mit dem Rad fahren. So fuhr ich zuerst zur Pizzeria Mühlbach hoch, dann durch die Obstgärten rund um Andrian und schließlich zu unserem Hotel zurück.

An der Pizzeria Mühlbach, hoch über Andrian – hier kann man schön nach Bozen und bis zum Rosengarten schauen.

Die heutige Radstrecke

Punkt 18 Uhr fuhren wir zu sechst (Edi und Elke, Stefan und Resi, Gitte und ich) mit den Autos Richtung Lana zum Fischrestaurant Krebsbach. Hier gab es frische Forellen aus der eigenen Fischzucht.


2.Tag: Gitte fühlte sich heute krank und blieb daher nach dem sehr guten Frühstück lieber im Bett. Zwei unserer Radlerfreunde wohnten in einer Ferienwohnung in der Nähe. Gemeinsam mit ihnen starteten wir somit um 11 Uhr nur zu fünft runter zum Etschtalradweg. Heute war es nicht mehr so warm. Also war kurze Hose und warmes Oberteil mit dünner Jacke angesagt. Wir folgten dem Radweg nach Sigmundskron. Dort fuhren wir zum Teil auf der uns schon bestens bekannten alten Bahntrasse, die jetzt als Radweg ausgebaut ist und auch durch einige Tunnels führt nach oben. Es ging vorbei an Girlan und St.Michael bis nach Kaltern.

Halt an einem Aussichtspunkt. Hier kann man über das Tal und auch zur Burg Sigmundskron schauen.

In Kaltern wollten wir Mittag machen. Am Marktplatz war alles voll, so fuhren wir ein Stück durch die Gassen und kamen schließlich zum Buschenschank Speckkeller. Wir setzten uns auf die Terrasse und bestellten was zu trinken. Erst dann bemerkten wir, daß es hier nur kalte Speisen gab und man sich die auch selbst holen mußte. Eigentlich hätten wir heute was warmes essen wollen. Wir beschlossen daher nur die bestellten Getränke zu trinken und dann weiter zum Kalterer Biergarten zu fahren.

Buschenschank Speckkeller in Kaltern

Schnell waren wir im Biergarten Kaltern, der etwas außerhalb liegt. Hier gab es die gewünschten warmen Speisen und für mich natürlich wieder „Tris“ (3 Knödel -Speck-Spinat-Käse- mit Krautsalat) – sehr lecker!

Nach der Mittagspause fuhren wir auf dem Radweg ein Stück zurück und bogen dann nach St.Michael ab. Weiter ging es nach St.Pauls. An der Vinothek machten wir Halt und genossen einige Glaserl Wein in der Sonne.

Unsere heutige Radlergruppe in St.Pauls

Zurück ging es zuerst ziemlich bergab, dann auf einem eigentlich wegen Steinschlaggefahr gesperrten Weg nach Andrian.

Unsere heutige Tour.

Hermann und Irmi, zwei weitere unserer Radlerfreunde waren inzwischen in unserem Hotel angekommen. Edi und Elke wollten heute nach Terlan zum essen fahren. Wir anderen sechs fuhren aber zur Pizzeria Mühlbach hoch. Später gabs dann noch einen Wein in unserem Hotel.


3.Tag: Heute war eine Zugfahrt nach Brixen eingeplant. Nach dem Frühstück fuhren wir zu acht per Rad zum Bahnhof Terlan. Um 9:39 Uhr starteten wir mit dem Zug nach Brixen, wo wir um ca. 10:30 Uhr ankamen. Um losfahren zu können, mußten die Fahrräder vom Bahnsteig hinunter und drüben wieder hochtransportiert werden. Aufzüge waren zwar vorhanden, aber unsere E-Bikes paßten nicht so richtig rein. Jetzt war Muskelkraft angesagt.
Als wir dann losfuhren war es noch ziemlich kalt, aber wir hatten ja passende Kleidung angezogen. Immer in der Nähe der Eisack ging es auf gut ausgebauten Radwegen nach Klausen. Für die Mittagspause war es noch zu früh, so daß wir nur durch die engen Gassen fuhren und kurz anhielten. Schon ging es weiter. Bei Waidbruck hörten wir eine Musikkapelle spielen und wir sahen auf der anderen Flußseite Menschen an Bierbänken sitzen. Da mußten wir hin. Es gab doch tatsächlich Weißwürste mit Brezen, die noch dazu überraschend gut schmeckten.

Unsere Radlergruppe am Bahnhof Brixen. Heute sind wir warm angezogen. Jetzt kann es losgehen
Schloß Branzoll bei Klausen

Kurzer Halt in Klausen

Beim Kirchtag der Musikkapelle Waidbruck.

Leider wurde es Gitte plötzlich schwindelig. Wir entschieden uns daher nicht mit den anderen weiter zu fahren, sondern lieber den Zug zu nehmen. In Waidbruck gab es zum Glück einen Bahnhof. Wir mußten zwar etwas warten, kamen dafür aber wohlbehalten zurück nach Terlan und dann den letzten Kilometer per Rad nach Andrian. Gitte legte sich hin, ich fuhr aber den anderen Radfahrern Richtung Bozen entgegen. Als ich schon mitten in Bozen war, hatte ich sie immer noch nicht getroffen. Ich telefonierte und erfuhr, daß sie schon im Hotel waren. Sie hatten eine andere Strecke, als gedacht, genommen. Also fuhr auch ich schnell zurück.

Für 18 Uhr hatten wir Plätze im Gasthof Schwarzer Adler reserviert. Nach dem Abendessen gabs dann noch Wein un unserem Hotel.


4.Tag: Heute wollten wir nicht allzuweit fahren. Die Wahl fiel auf Meran. Die Damen wollten in den Meraner Lauben bummeln. Wir fuhren zu siebt nach Terlan runter und dann auf dem Etschradweg nach Meran. Der Radweg ins Stadtzentrum verlief ganz schön hin und her, aber er war gut ausgeschildert und wir hatten ja auch ein Fahrradnavi. So kamen wir gut ans Ziel, stellten unsere Räder ab und los ging es durch die Meraner Lauben.
Wir Männer entdeckten freie Plätze im Augustiner, da war es klar, die Frauen durften ruhig durch die Lauben bummeln, wir wollten inzwischen lieber ein Bierchen genießen. Aber schon bald waren wir alle wieder vereint um dort Mittag zu machen. Auch hier gab es für einige „Tris“, die aber nicht ganz so gut schmeckten wie im Kalterer Biergarten.

Jetzt war es langsam Zeit für den Rückweg. Wir fuhren nach Marling hoch, dann nach Lana wo wir eine kleine Pause einlegten und schließlich durch die Apfelplantagen zurück nach Andrian.

Unsere Gruppe in Meran

Hier kann man so richtig einkaufen. Es gibt „alles“! – Außer Mode natürlich auch Südtiroler Spezialitäten.

Unsere heutige Tour

Elke und Edi verliesen uns jetzt und fuhren schon heute zurück in die Hallertau. Wir anderen fuhren mit den Autos Richtung Eppan in das Restaurant Pizzeria Wiesenheim. Dort sollte es zwar auch Pizzen, aber außerdem viele andere Spezialitäten geben. Die Wahl fiel dann aber bei allen doch auf eine Pizza. Später gab es dann im Hotel wieder einen Wein zum Abschluß eines schönen Tages.

Im Wiesenheim – alle essen Pizzas

5.Tag: Gitte blieb auch heute im Hotel und Hermann und Irmi wollten ins Passeiertal. So starteten nur Stefan, Resi und ich runter nach Terlan, dann am Etschtalradweg nach Sigmundskron. Dort fuhren wir wieder zum Teil auf der bekannten alten Bahntrasse nach oben. Es ging vorbei an Girlan und St.Michael bis nach Kaltern. Heute machten wir hier nicht Halt, sondern fuhren gleich durch die Weinberge runter zum Kalterer See und dann weiter bis nach Auer.

Hier legten wir beim Bistro-Cafe Rosenkeller eine Pause mit „Bauerntoast“ ein. Zurück ging es dann zuerst entlang der Eisack und dann wieder an der Etsch nach Terlan und Andrian.

Zwischen den Weinbergen auf dem Weg runter zum Kalterer See

Unsere heutige Tour

Zusammen mit Gitte testete ich dann in unserem Hotel das neu renovierte Hallenbad, bevor es um 18 Uhr zu sechst per Auto durch die Obstplantagen zum Restaurant und Buschenschank Pircher ging. Keiner von uns war bisher hier gewesen. Aber künftig werden wir hier wohl öfters einkehren. Es war sehr gemütlich, nette Wirtsleute und Bedienungen, gutes Essen das auch sehr schnell serviert wurde. Ich genoß eine super Brotzeitplatte mit Speck, Kaminwurzen, Käse und Vinschgerl.

Im Restaurant Pircher

Wieder im Hotel gabs nochmal ein Glaserl Wein zur Feier des letzten Abends in Südtirol.


6.Tag: Heute hatte das Wetter umgeschlagen. Nebel und dann Regen. So fiel uns der Abschied aus Südtirol nicht so schwer.

Wir alle starteten nach dem Frühstück, nachdem wir uns von der Hotelchefin und den Mitarbeiterinnen verabschiedet hatten, Richtung Hallertau. Gitte und ich fuhren teils über die Autobahn und teils über die Landstraße noch nach Barbian zur Metzgerei Trockner, bei der wir uns mit Speck und Kaminwurzen eindeckten. Dann ging es bei relativ wenig Verkehr und ohne Stau weiter über den Brenner nach Österreich. An der Ausfahrt Zillertal verliesen wir die Autobahn und fuhren jetzt über den Achenpass zum Tegernsee, da wir im dortigen Bräustüberl Pause machen wollten. Wir bestellten Bierbraten und ein Tegernseher Bier. Das Essen wurde schnell serviert und schmeckte super!

Nach einer Stunde fuhren wir schon wieder los. An der Autobahnanschlußstelle Holzkirchen ging es dann auf die Autobahn und hier bei ruhigem Verkehr weiter bis zur Ausfahrt Pfaffenhofen. Schnell erreichten wir dann Rudelzhausen.

Es war wieder ein sehr schöner Radlerurlaub in Südtirol. Das Wetter hat gepasst, kein Regen und Temperaturen bis ca. 20 Grad. Nur für Gitte war es nicht ganz so schön, da sie erkältet war und nicht immer mitradeln konnte.