Auch die zweite Tagestour am 07.Juni 2007 hatte Siggi ausgesucht. Er wollte mal in die Oberpfalz, da es dort eine Seenplatte und super Radwege geben sollte.
Eine Karte hatte er sich schon besorgt. Nachdem der erste Termin für die Tour ausfallen mußte, war es am Fronleichnamstag soweit. Siggi, Maria und ich luden unsere Trekking-Räder auf mein Auto. Über die Autobahn fuhren wir vorbei an Regensburg zur Ausfahrt Schwandorf Süd. Um 09.45 Uhr kamen wir an. Bei allerbestem Wetter und super Sonnenschein machten uns fertig für die Radtour. Auch dieses Mal waren ein paar Wasserflaschen Pflicht.
Vom Steinberger See aus fuhren wir Richtung Schwandorf. Der Oberpfälzer Seenland-Radweg war leider nur mit sehr kleinen weißen Schilder ausgeschildert. Noch dazu waren die früher vielleicht mal farbigen Richtungspfeile inzwischen ebenfalls weiß geworden. So war es kein Wunder, dass wir uns schon bald verfuhren. Zum Glück führte uns der fälschlicherweise benutzte Waldweg in einer großen Schleife wieder an den Ausgangspunkt zurück und dabei entdeckten wir auch das zuerst übersehene, noch dazu von Ästen verdeckte Schildchen. So konnte es jetzt weiter gehen.
In Schwandorf war die Beschilderung auch mehr als schlecht. Nach einigen Fehlversuchen konnten wir Schwandorf aber dann doch auf dem richtigen Weg verlassen. In Schwarzenfeld bogen wir nach rechts ab und fuhren auf einem Radweg die Autobahn entlang bis Asbach. Hier konnten wir unter der Autobahn durch nach Holzhaus und Charlottenhof fahren. Jetzt sollte uns der Weg auf einem „Zick-Zack-Kurs“ durch den Wald führen. Schon bald bemerkten wir, dass hier praktisch niemand fuhr. Der Weg war mit Gras bewachsen, Radwegeschilder fehlten. Zum Glück hatten wir aber auch unsere Karte dabei und so konnten wir uns, als wir einen Segelflugplatz sahen auch wieder orientieren. In Räuberweiherhaus waren dann plötzlich wieder Hinweisschilder zu entdecken. Wir erreichten teilweise auf wenig befahrenen Straßen und teilweise auf Radwegen Wackersdorf. Von hier aus führte uns ein Radweg zum Murnersee. Hier herrschte schon Badebetrieb. Wir machten aber nur kurz Halt und fuhren auf Kieswegen Richtung Hofenstetten. Rechts von uns konnten wir einen See nach dem anderen zu sehen. Darum heißt die Gegend hier ja auch: „Oberpfälzer Seenland“.
Nachdem ich ja einen Fotoapparat dabei hatte machten wir hier kurz Halt für eine „Wasserpause“ und für ein paar Fotos.


Dann führte uns der Weg in einen Wald. Die Sandstraße stieg stetig an. Ohne die Karte hätten wir wieder Zweifel gehabt, ob wir auf dem richtigen weg sind, da auch hier Wegweiser fehlten. Die Karte bestätigte uns aber, dass wir richtig fuhren. So erreichten wir Taxöldern und bogen jetzt Richtung Bodenwöhr ab. Inzwischen war es schon 13.30 Uhr und damit allerhöchste Zeit für unsere Mittagspause geworden.
In einem Brauereigasthof, der direkt an einem kleinen See lag, gab es leckeren Rehbraten. Eine Stunde später fuhren wir wieder los. Über Bruck und Bergham erreichten wir Nittenau. Hier fuhren wir auf dem Regental-Radweg immer am Regen entlang weiter. Schon kurz hinter Stefling verließen wir diesen Radweg und fuhren Richtung Steinberger See. Der Waldweg stieg ziemlich und lange an. Nach jeder Biegung hofften wir auf eine ebene Stelle bzw. das Ende des Anstieges. Aber es kam nicht. So hielten wir ziemlich erschöpft für eine kleine Wasserpause an. Hier hörten wir aber Autos fahren, die Teerstraße konnte daher nicht mehr weit entfernt sein. Nach etwa 500 m erreichten wir dann auch die Anhöhe und geteerte Wege. In Steinberg fuhren wir zum Steinberger See, an dem Hochbetrieb herrschte. Viele Badegäste sonnten sich oder badeten im See. Auch Segelboote waren unterwegs. Wir fuhren rund um den See und machten nur an einem Wasserskilift Halt um den Wasserskifahrern zuzusehen. Dann ging es weiter zu unserem Auto.
Zu Hause angekommen, wollte Maria nicht mehr weg, wohingegen Siggi und Peter den schönen Radlertag beim Kirchenwirt ausklingen liesen.
Mein Fazit:
Es war ein sehr schöner Radlerausflug bei bestem Radlerwetter. Zurückgelegt haben wir 94 km.
Nur die teilweise sehr schlechte Beschilderung des Radweges machte uns einige Probleme. Es genügt halt nicht einmal alles auszuschildern und dann jahrzehntelang nichts mehr zu kontrollieren bzw. zu verbessern. Hier hat man das aber anscheinend so gemacht. Wenn Radwege für Touristen angelegt werden, so muss eine gute Beschilderung vorhanden sein und die Wege sowie die Beschilderung muss auch in Ordnung gehalten werden.
