Scheffau 28.12.2006

Seit dem Skiopening Anfang Dezember waren wir nicht mehr beim Skifahren. Richtig, wir hatten gewartet, dass es schneit und Neuschnee liegt. Aber daraus wurde nichts. Es wollte einfach nicht schneien.

Kurz nach Weihnachten gab es für uns nur noch eins: Wir mussten nach Scheffau in die SkiWelt zum Skifahren. Laut Wetterbericht sollte es ein sehr schöner, wenn auch ziemlich warmer Skitag werden. Um 6.45 Uhr holte Georg Peter und Siggi ab und schon ging es los. Die Autobahn war ziemlich wenig befahren. Offensichtlich glaubte niemand, dass Schnee lag und dass das Skifahren möglich sei. Um 08.30 Uhr erreichten wir Scheffau. Die Piste war tatsächlich weiß und die Talabfahrt daher wohl auch möglich. Schnell hatten wir unsere Ausrüstung angezogen und starteten mit der 8-er Gondelbahn nach oben auf den Brandstadl. Die Sonne schien von einem blauen Himmel.

Wir fuhren gleich zur neuen 6-er Sesselbahn Tanzboden. Die noch ziemlich harte Abfahrt war nicht gerade zu lang. Weiter ging es dann zur Kummeralmbahn. Diese Abfahrt war recht schön und wir probierten sie gleich zweimal. Dann fuhren wir nochmals die Tanzbodenbahn runter, da wir nach Ellmau weiter wollten. Mit dem Kaiser-Express fuhren wir auf den Hartkaiser. Runter ging es dann auf einem weißen Schneeband zur Köglbahn. Diese Abfahrt lag schon in der Sonne und der Schnee war daher bereits etwas weicher geworden. Wir konnten die Abfahrt so richtig genießen.

Georg und Siggi. – Blick von der Almbahn nach oben zum Hartkaiser

Wir fuhren mit der Köglbahn hoch, zur Tanzbodenbahn runter, mit dem Kaiser-Express hoch und gleich wieder zur Köglbahn runter, da die Verbindung zur Almbahn von dieser Seite aus wegen der Schneeverhältnisse heute nicht möglich war. Erneut waren Köglbahn, Tanzbodenbahn und Kaiser-Express an der Reihe. Jetzt entschlossen wir uns aber die Talabfahrt nach Ellmau auszuprobieren. Die Abfahrt war bis ins Tal sehr gut befahrbar und gut präpariert. Jetzt wollten wir uns Richtung Scheffau und Brixen orientieren. Über Köglbahn, Tanzbodenbahn und Kummeralmbahn erreichten wir den Eiberg. 

Runter ging es zur Aualm. Diese Abfahrt war schon etwas schlechter als die anderen Pisten. Einige Steinchen waren zu sehen und zu „spüren“. Unten an der Aualmbahn standen ziemlich viele Leute an. Es war daher klar, dass wir zwar mit dieser Bahn hochfahren, dann aber nach Brixen weiter fahren würden. Die Abfahrt nach Hochbrixen war ziemlich überlaufen. Skikurse waren unterwegs und man musste aufpassen, dass man nicht mit anderen kollidierte. Da an der 4-er Sesselbahn Zinsberg kaum Leute standen, fuhren wir gleich mit dieser Bahn wieder hoch und dann zur 6-er Sesselbahn Kälbersalve weiter. Inzwischen war es 12 Uhr geworden und unser Ziel für die Mittagspause, die Filzalm, lag „zufälligerweise“ genau an diesem Lift.  

dieses Panorama bot sich uns von der Filzalm aus

Wie schon seit mehreren Jahren machten wir auch dieses Mal bei den „festen Madeln“ in der Filzalm Halt. Es gab eine Apfelschorle zum Durst löschen und dann Rindsgulasch bzw. Knödelsuppe sowie ein Weißbier zum genießen. Pünktlich nach einer Stunde fuhren wir weiter.

Mit der Kälbersalvenbahn fuhren wir hoch, dann zweimal die Foischingabfahrt runter, bevor es zur Filzbodenbahn weiter ging. Auch diese Bahn fuhren wir zweimal. Anschließend fuhren wir zum 4-er Sessellift Holzalm, von wo aus wir wieder nach Scheffau zurück fuhren. Nach einer Auffahrt mit den Eibergliften fuhren wir nochmals zur Kummeralmbahn und wollten dann zum Brandstadl hoch und den Tag mit der Talabfahrt nach Scheffau abschließen. Der 4-er Sessellift zum Brandstadl war total überfüllt. Wir fuhren daher mit einem Schlepplift, an dem wir auch einige Zeit warten mussten hoch. Die Abfahrt ins Tal war zwar schon recht glatt aber doch noch relativ gut zu befahren. An der Mittelstation legten wir in der Neualm eine kleine Kaffeepause ein, bevor wir ins Tal runter fuhren und den schönen Skitag beendeten.

Die Heimfahrt ging zuerst schnell und problemlos, bevor wir an der Ostumgehung von München in einen Stau gerieten. Alle drei Fahrbahnen der Autobahn waren gesperrt. Folge: Es dauerte eine Stunde bevor wir wieder freie Fahrt hatten. Dann brachte uns aber Georg um so schneller zurück nach Rudelzhausen.

Fazit:

In Scheffau bzw. in der SkiWelt lag genügend Kunstschnee um einen herrlichen Skitag bei bestem Skifahrerwetter zu genießen. Wer bei diesen Verhältnissen nicht zum Skifahren fährt sondern auf „richtigen“ Schnee wartet, ist „selbst schuld“ und muss sich wohl noch einige Zeit gedulden. Wir jedenfalls haben uns gleich für die Fahrt des Skiclub nach Alpbach angemeldet.