Regentalradweg 26.08.2007

Die vierte Tagestour hatten wir eigentlich für Montag geplant. Da das Wetter aber laut Wetterbericht nicht halten sollte, legten wir die Tour um einen Tag auf Sonntag 26.August vor.

Als Ziel hatte Siggi Bad Kötzting ausgesucht. Los sollte es wieder von Regensburg aus gehen, zurück wollten wir mit dem Zug fahren. Zum Glück schaute ich zuvor die Zugfahrpläne ganz genau an. Die Züge von Bad Kötzting fuhren zwar täglich, nicht aber im Zeitraum vom 18.08. bis 10.09.2007. Ab Cham ging aber der Zug. So planten wir eben um und legten Cham als vorläufiges Ziel der vierten Tagestour fest.

Mit dem Auto fuhren wir zu dritt (Maria, Siggi und Peter) nach Regensburg. Am Parkplatz Donaumarkt stellten wir das Auto ab und machten uns für die Radtour fertig. Wo genau der Regental-Radweg startete wussten wir nicht. Ich kannte aber die ungefähre Richtung. So fuhren wir über die Donau und bogen dann Richtung Norden ab, da wir hier sicher irgendwo auf den Regental-Radweg stoßen würden. Wir trafen zwei ältere Radfahrer-Damen, die etwas unentschlossen nach dem Weg suchten. Auch sie wollten zum Regental-Radweg. Ich fuhr aber weiter, da ich meinte den Radweg schnell finden zu können. Als wir dann aber unter der Autobahn A93 durchfuhren merkte ich, dass wir auf einem falschen Weg waren. Der Regental-Radweg hätte unseren Weg schon früher kreuzen müssen. Wir kehrten um und Siggi fragte nach dem Weg. Hinter einer Sparkasse sollten wir abbiegen. Die Sparkasse fanden wir, aber keine Radwegweiser. Nach einigen Metern sahen wir dann aber einen Radweg und auch den Regen. So war klar, dass wir uns auf dem Regental-Radweg befanden. Der schöne Radweg war auf den ersten Kilometern ziemlich stark befahren. Viele Radfahrer, Läufer und auch Fußgänger waren hier unterwegs. Schon bald überholten wir zwei Radfahrerinnen. Es waren die zwei älteren Damen, die wir einige Kilometer zuvor gesehen hatten. Sie hatten den Radweg wohl schneller gefunden.

Vorbei an Zeitlarn erreichten wir Regenstauf. Hier fuhren wir durch die Stadt und machten auf einer Brücke kurz Halt um die schöne Flusslandschaft zu bewundern.

Dann ging es immer am Regen entlang weiter. Kurz nach Marienthal erinnerten wir uns, dass wir vor einigen Wochen auf der anderen Uferseite flußabwärts gefahren waren. Genau hier mussten wir damals einen schweißtreibenden Anstieg auf einen “Berg“ Richtung Schwandorf fahren. Heute ging es aber weiter nach Nittenau. Immer entlang dem Regen fuhren wir an Reichenbach, Walderbach und Kirchenrohrbach vorbei.

Plötzlich und völlig unvorbereitet stieg der sonst fast eben verlaufende Weg nach einem spitzen Winkel ziemlich stark an. Als Steigung waren 15% angegeben. Siggi konnte hier seine Kondition so richtig ausspielen, wohingegen Maria und ich nach einigen hundert Metern kurz abstiegen und die Räder über den steilsten Anstieg schoben. Dann stieg der Weg im weiteren Verlauf „nur“ noch mit 13% an und wir konnten wieder alle problemlos weiterfahren. Am Ende der Steigung angekommen war schon die Abfahrt in Sicht. Hier ging es mit einem Gefälle von 22% runter. Zum Glück mussten wir auf dieser Seite nicht hochfahren. An der Wallfahrtskirche Heilbrünnl machten wir kurz Halt, dann ging es aber weiter den Berg runter nach Roding.

Bis hierher hatten wir 65 Kilometer zurück gelegt, es war 12:30 Uhr geworden und es war damit Zeit Mittag zu machen. Am Marktplatz kehrten wir in einem Gasthaus mit Terrasse ein. Der kleine Rinderrahmbraten war o.k., wenn auch ziemlich versalzen. Aber die Stärkung tat uns gut.

Nach etwa einer Stunde fuhren wir weiter nach Cham. Wir suchten den Bahnhof und erkundigten uns, ob der Zug auch in Furth im Wald anhalten würde und wann er dort abfährt. Da er jede volle Stunde fahren sollte, es jetzt erst 15 Uhr war und wir nach Furth im Wald „nur“ ca. 25 Kilometer hatten fuhren wir weiter. Ab hier folgten wir dem Chambtal-Radweg, den wir allerdings erst nach einiger Zeit fanden. Dieser Radweg war nicht ganz so schön, wie der Regental-Radweg, da er fast gerade verlief und immer der Bahnlinie folgte. Schon bald überschritten wir die 100 Kilometer-Marke und jetzt wurde es langsam Zeit, dass wir unser Ziel erreichten. Die letzten Kilometer zogen sich. Schließlich kamen wir aber um ca. 16.30 Uhr am Bahnhof in Furth im Wald an. Wir tankten etwas Flüssigkeit aus dem Automaten am Bahnhof und stiegen dann in den nur aus zwei Wagen bestehenden Regionalzug ein. Um 17:10 Uhr fuhr er los. Über Cham fuhren wir nach Schwandorf, wo wir auf die Vogtlandbahn umstiegen und nach einer Fahrzeit von ca. 1:30 Stunden Regensburg erreichten. Per Rad ging es zu unserem Parkplatz. Insgesamt waren wir 111 km gefahren.

Ursprünglich wollten wir in Regensburg noch in den Biergarten gehen, doch es war jetzt schon ½ acht Uhr und so fuhren wir lieber Richtung Heimat zum Biergarten Ratzenhofen. Doch Siggi hatte auch dazu keine Lust mehr. Vermutlich hat ihn die Fahrt doch mehr gefordert, als er zugab. So fuhren wir ohne einzukehren nach Hause und beendeten den sehr schönen Radlertag.

Fazit:

Der Regental-Radweg führt fast immer am Fluß entlang durch eine sehr schöne, abwechslungsreiche Landschaft. Es war eine der schönsten Radfahrten der letzten Jahre. Man muß nicht an den Rhein fahren. In Bayern sind die Radwege oft sehr viel schöner.