Nachdem wir im Laufe dieser Woche mehrmals eine Tagestour zu verschiedenen Zielen vereinbart hatten, diese dann aber wetterbedingt wieder absagen mussten, entschlossen wir uns am Samstag 28.August zum Wallfahrtsort Altötting zu fahren.
Tatsächlich war das Wetter an diesem Tag schön, als wir (Siegfried, Maria, Georg und ich) um 8:30 Uhr mit dem Auto nach Moosburg fuhren.
In Moosburg luden wir unsere Räder vom Auto, packten unsere Taschen auf die Räder und fuhren, da es noch ziemlich frisch war, mit langen Hosen und Jacken los. Über Buch am Erlbach, Vilsheim und Altfraunhofen fuhren wir hauptsächlich auf wenig befahrenen Straßen nach Geisenhausen.
Da es inzwischen schon wärmer geworden war, hatten wir unsere langen Sachen in den Radtaschen verstaut und unsere Sommerkleidung angezogen. In Geisenhausen verfuhren wir uns erst mal etwas, da wir das ungünstig angebrachte Hinweisschild zum Isar-Vils Radweg übersehen hatten. Schnell merkten wir aber, dass wir uns auf dem falschen Weg befanden und fuhren daher wieder zurück.
In Vilsbiburg wollten wir dann auf dem Vils-Rott Radweg weiterfahren. Hier war aber kein Schild angebracht. Also fuhren wir nach Vilsbiburg rein, ohne aber den Radweg zu finden. Demzufolge fuhren wir wieder raus in Richtung Neumarkt St. Veit. Hier fanden wir dann ein Radwegschild und konnten so dem Vils-Rott Radweg über Bonbruck und Egglkofen nach Neumarkt folgen. Der Radweg führte uns abseits der großen Straßen auf kleinen Nebenstraßen einmal den Hügel hoch dann wieder runter, und auf der anderen Seite gleich wieder auf eine Anhöhe hinauf. Wir passierten dabei mehrmals kleine Weiler mit dem Namen Berg, die sich alle auf so einer Anhöhe befanden. Wir mussten ganz schön schwitzen und waren froh, als wir in Neumarkt ankamen, da wir hier Pause machen wollten.
Das Essen im Hotelgasthof zur Post war teilweise recht gut, teilweise aber auch nicht optimal. Jedenfalls konnten wir uns stärken und uns dann wieder auf den Weg Richtung Mühldorf und Altötting machen. Jetzt fuhren wir auf der Schweppermann-Tour weiter. Sie führte uns wieder auf sehr kleinen Nebenstrassen über lange Anstiege und Abfahrten nach Rohrbach und Erharting. Hier folgten wir dann dem Isen-Radweg, auf dem wir aber dann plötzlich kein Radwegeschild mehr fanden. Über einige Umwege, Hin und Herfahrten erreichten wir Töging und dann auch den Innradweg. Diesem folgten wir, bis wir gegen 16:30 Uhr Altötting, das Ziel unserer Tagestour erreichten.
In Altötting stellten wir unsere Fahrräder an der Bruder Konrad Kirche ab und gingen dann zum Kapellenplatz. Wir besichtigten die Kapelle, bedankten uns im stillen Gebet für den schönen Radlertag und gingen dann auch noch in die anderen Kirchen rund um den Kapellenplatz. Ein Getränk als Stärkung durfte natürlich auch nicht fehlen.

Schließlich wurde es Zeit an die Rückfahrt mit der Bahn zu denken. Um 18:07 Uhr startete der Regionalexpress Richtung München. In Mühldorf mussten wir Richtung Landshut umsteigen. Jetzt fuhr die Regionalbahn weiter. Der Zug bestand nur aus zwei Anhängern und war bald total überfüllt mit Gästen, die von der Landesgartenschau in Burghausen heimfuhren. Glücklicherweise hatten wir noch Sitzplätze ergattert. In Landshut stiegen wir dann nochmals Richtung München um. Als wir in Moosburg ankamen packten wir wieder alles ins und aufs Auto und fuhren mit einem Zwischenstopp im Schloßbräukeller in Au zurück nach Rudelzhausen.
Es war wieder ein schöner Radausflug gewesen, auf dem wir immerhin 106 km per Fahrrad zurückgelegt haben.
